Radwegplanung am Bedarf vorbei

Veröffentlicht am 23.03.2018 in Kommunalpolitik

Der Reblandkurier dieser Woche nimmt eine Pressemitteilung der grünen Landtagsabgeordneten Bärbl Mielich auf (e-Zeitung, Seite 8), in der sie sich über die Förderung des Radwegbaus in ihrem Wahlkreis freut.

Wir nicht so und das begründen wir in einer Pressemitteilung, die wir an den Reblandkurier geschickt haben.

Der Wortlaut der Pressemitteilung:

Das Land fördert den Neubau des Radwegs entlang der K4929 von Wasenweiler nach Merdingen, verkündet Bärbl Mielich im Reblandkurier. Schon diese Aussage ist falsch, denn gebaut wird lediglich ein Radweg von Wasenweiler bis zum Abzweig nach Gottenheim. Dieses Teilstück ist deutlich kürzer als der verbleibende Rest nach Merdingen und insgesamt auch der deutlich weniger befahren und leider auch übersichtlicher.

Für den Radwegbau allerdings der teuerste Abschnitt, denn in diesem Bereich sind zwei Brücken notwendig. Frau Mielich behauptet, dass der Radwegebau und speziell die Förderung durch das Land besonders den Berufspendler zugute kommen soll. Genau das berücksichtigt diese Planung nicht. „Es ist eine Planung für das Prestige und vielleicht noch für Touristen als Verbindung zwischen Kaiserstuhl und Tuniberg.“ so der Merdinger SPD-Vorsitzende Oswald Prucker.

Die Berufspendler, die mit dem Rad von Merdingen zur S-Bahn nach Wasenweiler fahren, müssen den größten Teil weiterhin entweder auf der kurvigen und schmalen Straße von Merdingen bis zum Anfang des Radwegs fahren oder auf den oft schlecht befahrbaren Landwirtschaftsweg entlang des Neugrabens ausweichen.

Den hätte man für die Hälfte des Geldes asphaltieren können und damit auf sehr einfache Weise den Großteil der Radstrecke entschärft. Auf sehr haltbare Art und Weise übrigens. Denn dieser Teilabschnitt ist auch von keiner Streckenplanung für die B31 West betroffen.

Oswald Prucker

 

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