SPD Lenzkirch-Schluchsee

 

Mitliederversammlung

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Kleine Runde, große Probleme: Bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Titisee-Neustadt wurde deutlich, dass bei den Genossen einiges im Argen liegt. Weil die Kassenprüfer fehlten, konnte der Kassierer nicht entlastet werden. Das muss nun bei einer erneuten Zusammenkunft am 21. Juni geschehen, dann soll auch der Vorstand gewählt werden. Indes stellten sich die zehn SPD-Mitglieder, die zur Versammlung gekommen waren, die entscheidende Frage: Hat der Ortsverein überhaupt noch eine Zukunft?Schwierige Situation
"Viel haben wir vergangenes Jahr nicht gemacht. Und damit bin ich nicht zufrieden", begann die SPD-Ortsvereinsvorsitzende, Sandra Uecker, ihren Bericht. Ihre Zeit sei begrenzt und ihr das Führungsamt zu viel, sie wolle es abgeben – das sage sie schon seit Jahren, machte Uecker deutlich. Doch es finde sich niemand, der sich im Ortsverein engagieren, geschweige denn eine Führungsrolle übernehmen wolle. "Ich habe viele Leute angesprochen, aber sie haben alle abgesagt. Zwingen, ja zwingen kann ich niemanden", sagte Uecker enttäuscht. Einer ihrer Stellvertreter, SPD-Fraktionssprecher Markus Schlegel, kündigte in der Versammlung an, für das Vorstandsamt nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Zu groß sei die Belastung durch Beruf und Gemeinderat.

In der jüngsten Vorstandssitzung sei nun "kontrovers diskutiert" worden, wie und ob es für den Ortsverein weitergehen kann. "Doch eine gute Lösung haben wir nicht gefunden", sagte Uecker. Und so habe die Auflösung des Ortsvereins im Raum gestanden. "Sollen wir ihn sterben lassen? Dann ist die SPD aus Titisee-Neustadt weg." Das habe der Vorstand samt ihr dann doch nicht gewollt, sagte Uecker deutlich. "Deshalb werde ich das Amt nochmal für zwei Jahre übernehmen – obwohl ich sagen müsste, es geht nicht mehr." In dieser Zeit solle aktiv nach Leuten gesucht werden, die bereit sind, sich für die SPD in Titisee-Neustadt zu engagieren. "Ob uns das gelingt?" Uecker stellt diese Frage selbst – und gab auch gleich die Antwort darauf: "Wir haben eine Chance."

Die Aufgaben
Mit der Kommunalwahl und auch der Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr stehe die SPD vor großen Herausforderungen. Auch gehe das darum, so Sandra Uecker, verlorengegangenes Vertrauen der Bürger in die Stadtpolitik zurückzugewinnen. Bei einem SPD-Stammtisch zum Thema Eisweiher habe sich gezeigt, wie "frustrierend die Arbeit für die Engagierten war". Daraus müssten Lehren für die Zukunft des Miteinanders in Titisee-Neustadt gezogen werden. "Sowas darf nicht mehr passieren, die Bürger müssen mehr wahr- und mitgenommen werden", sagte die SPD-Vorsitzende.

 

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